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Frau mit Unterlagen und Rechner

Suche nach verschollenen Konten

22.08.2017

Ein entfernter Onkel ist verstorben und hat Sie als Erben eingesetzt. Sie wissen, dass er mehrere Konten bei verschiedenen Geldinstituten hatte. Leider wissen Sie nicht bei welchen. Wie können Sie das nun herausfinden?

Einen Nachlass zu sortieren, kann eine aufwendige Angelegenheit sein. Besonders schwierig wird es, wenn der Verstorbene kein Verzeichnis über den Nachlass aufgestellt hat. Sparbücher, Kontoauszüge oder Schreiben einer Bank können erste Anhaltpunkte für Bankguthaben bieten. Nicht selten finden Sie aber nicht einmal solche Dokumente. Vermuten Sie, dass Ihr Onkel ein oder mehrere Konten geführt hat? Auch wenn Sie keine konkreten Anhaltspunkte haben, können Sie das Geld aufspüren.

Für die Suche nach Konten bei Privatbanken können Sie sich an den Bundesverband deutscher Banken wenden und einen Antrag auf Kontennachforschung stellen. Dabei müssen Sie nachweisen, dass Sie zur Nachforschung berechtigt sind. Legen Sie Ihrem Antrag daher eine Kopie des Erbscheins oder des Testaments bei. Der Bundesverband sucht dann per Rundschreiben beim letzten bekannten Wohnsitz des Verstorbenen nach Bankverbindungen bei Privatbanken.

Ebenso funktioniert die Suche beim Deutschen Sparkasse- und Giroverband. Dieser leitet Ihre Anfrage an den Regionalverband des letzten Wohnsitzes des Erblassers weiter, der dann nach Konten, Sparbüchern und Co. sucht. Der Deutsche Volks- und Raiffeisenverband hält sogar eine eigene Informationsseite im Internet bereit. Je nach Verband und Suche können für die Nachforschung Kosten anfallen. Erkundigen Sie sich daher am besten vorher über deren Höhe.

Übrigens können Sie die Nachforschungsanfrage nicht nur im Erbfall veranlassen. Die Nachforschung können Sie auch nutzen, wenn Sie als gesetzlicher Betreuer eingesetzt wurden. Vertreten Sie beispielsweise als Betreuer Ihre Mutter, können Sie sich der Nachforschung bedienen. Dies kann hilfreich sein, wenn sich Ihre Mutter zum Beispiel aufgrund einer Demenz nicht mehr an Ihre Bankverbindungen erinnern kann. Als Nachweis für Ihre Berechtigung müssen Sie dann dem Antrag eine Kopie des amtlichen Betreuerausweises beifügen.

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