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Führerschein

Alter Führerschein: Ärger im Ausland?

8.06.2017

Rechtsfrage des Tages:

In den Sommerferien fahren wir mit dem Auto in den Urlaub. Ich habe gehört, dass in manchen Ländern der alte rosafarbene Führerschein nicht anerkannt wird. Muss ich meinen Führerschein noch vor den Ferien umtauschen?

Antwort:

Nicht jeder ist Freund der schlanken, handlichen neuen Führerscheinkarten. Viele Autofahrer hängen an ihren alten Führerscheindokumenten. Und diese haben in Deutschland nach wie vor ihre volle Gültigkeit. Nach derzeitigem Stand müssen Sie Ihren Führerschein bis spätestens zum 19. Januar 2033 in einen neuen EU-Führerschein tauschen.

Reisen Sie innerhalb der EU, ist auch im Urlaubsland Ihr altes Führerscheindokument gültig. Grundlage dafür ist ein Beschluss der EU-Kommission (bekanntgeben unter dem Aktenzeichen C(2014) 1625). Allerdings finden Sie immer wieder Meldungen, dass Polizisten im Ausland die alten Führerscheine beanstanden, teilweise sogar beschlagnahmen oder ein Bußgeld verhängen. Dass dies zu Unrecht erfolgt, hilft Ihnen in der konkreten Situation wenig. Nützlich kann es zwar sein, den Beschluss der EU in der Landessprache mitzuführen und darauf hinzuweisen. Geraten Sie aber einen sturen Gesetzeshüter, werden Sie vor Ort wenig unternehmen können.

Möchten Sie auf Nummer sicher gehen, sollten Sie noch rechtzeitig vor Ihrem Urlaub auf den EU-Führerschein im Scheckkartenformat umsteigen. Denken Sie aber daran, dass die Bearbeitungszeit in Ihrer Behörde mehrere Wochen dauern kann. Wollen Sie im Urlaubsland ein Auto mieten? Dann kann das alte Dokument zum Stolperstein werden.

Zwar gilt auch für Autovermieter, dass Ihr alter Führerschein uneingeschränkt weiter gültig ist. Ist der Mitarbeiter bei der Vermietung aber unsicher, ob Sie die nötige Fahrerlaubnisklasse haben und das Papier seine Gültigkeit hat, müssen Sie schlimmstenfalls ohne Auto wieder gehen. Der Vermieter ist nämlich nicht verpflichtet, Ihnen auch tatsächlich ein Auto zu vermieten. In Zweifelsfällen kann er dies ablehnen.

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