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Frau vor Laptop

Brexit und .eu-Domain

8.04.2019

Rechtsfrage des Tages:

Das der Brexit weitreichende Folgen haben wird, dürfte mittlerweile jedem klar sein. Auch im Internet wird sich einiges tun. Was passiert mit .eu-Domains britischer Firmen, wenn Großbritannien nicht mehr zur EU gehört?

Antwort:

Gerade für Unternehmen ist die Wahl der richtigen Domain ein wichtiges Marketinginstrument. Um sich eine Domain zu sichern, müssen Firmen sich beim jeweiligen Registrar registrieren. Die .eu-Domains verwaltet die EUR-ID, die Registrierungsregeln festlegt und deren Einhaltung überwacht. Zu den Regeln gehört, dass sich nur Privatpersonen, Unternehmen oder Organisatoren eine .eu-Domain sichern können, die ihren Sitz beziehungsweise Wohnsitz in einem EU-Staat haben.

Mit dem geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU wird es dort und in Gibraltar ansässigen Firmen nicht mehr möglich sein, eine .eu-Domain zu halten oder zu registrieren. Bereits jetzt hat die EUR-ID klare Richtlinien aufgestellt. Firmen mit Sitz in Großbritannien können bereits seit dem 30. März keine neue .eu-Domain mehr registrieren lassen. Britische Inhaber einer .eu-Domain haben nun bis zum 30. Mai 2019 Zeit, die Adresse in den hinterlegten Whois-Daten zu ändern. Dies kann nur durch einen Transfer oder die Eintragung eines anderen Unternehmenssitzes innerhalb der EU erfolgen.

Werden die Daten nicht angepasst, zieht die EUR-ID die Domain zum Stichtag zurück. Die so inaktivierte Domain kann innerhalb eines Jahres reaktiviert werden. Geschieht dies nicht, ist sie wieder frei verfügbar. Und so kann es passieren, dass nach Ablauf dieser Frist attraktive .eu-Domains Unternehmen innerhalb der EU wieder zur Verfügung stehen werden.

 

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