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Bewertung

Was tun gegen schlechte Bewertungen im Netz?

5.03.2018

Rechtsfrage des Tages:

Das Internet dient seit langem als nahezu allumfassende Informationsquelle. Neuste Nachrichten, Wetter, Börsenkurse, aber auch Bewertungen durch Kunden, Patienten und Mandanten sollen bei der Orientierung helfen. Aber was können Sie tun, wenn Sie als Arzt eine schlechte Bewertung ereilt? Oder Ihr Handwerksbetrieb aufs Übelste beschimpft wird?

Antwort:

Ob Sie sich gegen eine schlechte Bewertung wehren können, hängt immer von allen Umständen des Einzelfalls ab. Grundsätzlich sind nämlich auch negative Äußerungen von der Meinungsfreiheit gedeckt. Anders werden Tatsachenbehauptungen bewertet. Sind diese nachweislich falsch, haben Sie gegenüber demjenigen, der die Behauptung aufgestellt hat, einen Löschungs- und Unterlassungsanspruch.

Gleiches gilt für Schmähkritik und beleidigende Äußerungen. Die Grenzen sind dabei allerdings nicht immer klar zu ziehen. Bei der rechtlichen Einordnung hilft eine Abwägung zwischen dem Persönlichkeitsrecht oder dem Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb auf der einen Seite und dem Recht auf freie Meinungsäußerung auf der anderen Seite.

In der Praxis scheitert die Durchsetzung eines Anspruchs auf Löschung und Unterlassen allerdings häufig daran, dass die Bewertungen in der Regel anonym abgeben werden. Ein Recht auf Bekanntgabe des Klarnamens und der Kontaktdaten durch den Plattformbetreiber besteht meist nicht. Allerdings können Sie diesen zumindest auffordern, den beleidigenden Beitrag zu löschen. Ist die Grenze zur Meinungsfreiheit klar überschritten, muss er die beleidigenden oder unwahren Äußerungen auch tatsächlich entfernen.

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