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Erste Hilfe

Erste Hilfe: Was muss ich tun?

6.02.2018

Rechtsfrage des Tages:

Ein Unglücksfall ist schnell passiert. Und Erste Hilfe kann im Ernstfall sogar Leben retten. Wozu sind Sie rechtlich verpflichtet und wie sieht es mit der Strafbarkeit aus?

Antwort:

Leider kommt es häufig vor, dass Zeugen eines Unfalls oder eines anderen Unglücks nur als Zuschauer am Rande stehen. Dabei ist die Erste Hilfe besonders wichtig und rechtlich auch geboten. Unterlassen Sie die Ihnen möglichen Hilfeleistungen, können Sie sich im Ernstfall sogar strafbar machen.

Aber keine Angst. Niemand erwartet von einem medizinischen Laien, einen Luftröhrenschnitt zu machen oder einen verrenkten Arme einzukugeln. Es gibt aber einige Dinge, die jeder tun kann. In Zeiten von Handys und Smartphone kann nahezu jeder zunächst Hilfe rufen. Unter der Notrufnummer 112 können Sie professionelle Helfer auf den Weg bringen.

Besonders wichtig ist für verletzte oder verunglückte Personen, Zuspruch zu erhalten. Trösten und ermutigen Sie also den Verletzten und legen ihm eine Decke oder Jacke um. Und auch ohne medizinische Kenntnisse können Sie den Puls fühlen, um den Herzschlag zu kontrollieren und die Atmung überwachen.

Als Ersthelfer sind Sie grundsätzlich selbst gegen Körperschäden versichert. Wird Ihre Jacke verschmutzt oder geht Ihre Brille bei der Rettung zu Bruch, tritt meist die Versicherung des Verletzten ein. Geht in der Aufregung etwas schief, machen Sie sich nicht strafbar. Brechen Sie beispielsweise dem Verunglückten bei der Herz-Lungen-Massage versehentlich eine Rippe, brauchen Sie sich nicht wegen Körperverletzung zu verantworten.

Umgekehrt können Sie sich wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar machen, wenn Sie Ihnen zumutbare Hilfsmaßnahmen unterlassen. Gemeint ist das bewusste Wegschauen und Ignorieren einer Notsituation. Natürlich brauchen Sie sich durch die Rettungsmaßnahmen nicht selbst einer Gefahr auszusetzen. Ob eine Hilfsmaßnahme zumutbar gewesen wäre oder nicht ist stets individuell zu beantworten.

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